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Steuerberater-Website BFSG: Barrierefreiheit + Mandantenkommunikation

Stand: 21. Mai 20262 Min Lesezeit

Was drin steht

  • Steuerberater-Kanzleien sind seit 28.06.2025 vom BFSG erfasst — mit interaktiven Formular- und Buchungs-Elementen WCAG 2.2 AA konform.
  • StBerG + Berufsordnung verlangen besondere Hinweise im Impressum: Berufsbezeichnung, zuständige Steuerberaterkammer, Berufshaftpflicht (mit Anbieter und geografischer Geltung).
  • Mandantendaten in Kontaktformularen sind besonders sensibel: Bilanzzahlen, Lohn-Daten, Eigentumsverhältnisse — DSGVO Art. 9-relevante Strukturen, keine US-Cloud.
  • Online-Mandanten-Portale (DATEV Online, Mandanten-Cockpit) entlasten die Kanzlei spürbar — Belege-Upload, Termin-Buchung, Status-Abfrage.
  • Was wir liefern: Festpreis-Steuerberater-Website mit BFSG, korrektem StBerG-Impressum, DSGVO-konformem Mandanten-Kontakt, optional Mandanten-Portal-Anbindung.

Steuerberatungs-Kanzleien sind in der Compliance-Lage 2026 strukturell ähnlich zu Arztpraxen: BFSG-Pflicht, Berufsrechts-Pflichten und sensible Daten in fast jedem Mandanten-Kontakt. Wer hier mit einer Standard-Baukasten-Site arbeitet, hat in der Regel mehrere Lücken — und Mandanten merken das.

Wir haben in den letzten Monaten mehrere Steuerberater-Kanzleien begleitet. Hier kommt der Branchen-Überblick.

Was 2026 für Steuerberater konkret zählt

1. BFSG-Konformität mit Mandanten-Online-Workflows

Wer auf der Website ein Mandanten-Kontaktformular, eine Termin-Buchung oder einen Belege-Upload anbietet, fällt unter das BFSG. WCAG 2.2 AA ist Pflicht-Standard. Mandanten mit Sehbehinderungen, motorischen Einschränkungen oder Lern-Schwierigkeiten müssen die Site bedienen können.

Häufige Lücken in Steuerberater-Sites:

  • Niedriger Kontrast (Premium-Layouts mit hellgrauen Akzentfarben)
  • Komplizierte Mandanten-Login-Formulare ohne Tastatur-Optimierung
  • PDF-Downloads (Lohn-Abrechnungs-Vorlagen, etc.) ohne Tagged-Struktur
  • Slider-Komponenten ohne Pause-Möglichkeit

2. Berufsrechts-Impressum nach §57 StBerG

Steuerberater müssen im Impressum folgende Angaben machen:

  • Vollständiger Name und Berufsbezeichnung („Steuerberater")
  • Land der Verleihung der Bezeichnung
  • Zuständige Steuerberaterkammer mit Postanschrift
  • Bezeichnung der gesetzlichen Berufsbezeichnung (DE)
  • Berufshaftpflicht-Versicherung: Anbieter + geografische Geltung
  • Berufsrechtliche Regelungen: Hinweis auf StBerG, BOStB
  • Bei Sozietäten: Angaben für jedes Sozietätsmitglied

Das ist deutlich umfangreicher als ein TMG-Standard-Impressum.

3. Mandantendaten-Schutz

Kontaktformular-Inhalte können mandanten-bezogene Geschäfts-Daten enthalten: Umsatz-Größen, Mitarbeiter-Zahl, Vermögens-Lage. Diese fallen rechtlich nicht zwingend unter Art. 9 DSGVO, aber unter Berufsgeheimnis nach §57 StBerG. US-Drittsystem-Tools für Termine und Newsletter sind faktisch nicht nutzbar — eine US-Cloud-Übermittlung verletzt die Berufsverschwiegenheits-Pflicht.

4. Mandanten-Online-Workflows

Was eine moderne Steuerberater-Website 2026 leisten kann:

  • Belege-Upload: Mandanten laden Belege/Rechnungen direkt in die Kanzlei-DMS — verschlüsselt, mit Bestätigungs-Mail.
  • Termin-Buchung: Erst-Gespräch oder Jahresabschluss-Termin — eigene Buchung, kein fremdes Termin-Tool.
  • Status-Abfrage: Mandant sieht „Steuererklärung 2024: bei uns in Bearbeitung, Status: 65 % fertig, voraussichtlich Mitte Juni".
  • Mandanten-Cockpit: DATEV-Anbindung optional, eigenes Portal für KMU-Mandanten.

Anonymisierte Praxis-Geschichte

Eine mittlere Steuerberater-Sozietät (4 Steuerberater, 12 Angestellte) im süddeutschen Raum hatte ein typisches Setup: Baukasten-Site mit Standard-Theme, ein Kontaktformular über ein US-Plugin, DATEV-Mandanten-Cockpit als externes Tool, keine eigene Online-Buchung. Probleme:

  • BFSG-Audit ergab 11 Verstöße auf der Site
  • Datenschutz-Anwalt hatte das Kontaktformular bemängelt (Mandanten beschrieben in Anfragen ihre wirtschaftliche Lage — Berufsgeheimnis-Risiko bei US-Cloud)
  • Impressum war TMG-Standard, ohne Berufshaftpflicht-Angaben — abmahnungsfähig

Nach Sprint mit uns: BFSG-konformes Layout, Festpreis-Steuerberater-Impressum mit allen StBerG-Pflichten, eigenes Mandanten-Kontaktformular auf eigenen Servern (verschlüsselte Übermittlung in die Kanzlei-DMS), eigene Online-Buchung. Setup-Kosten: 14.200 € einmalig. Compliance-Risiken: eliminiert. Mandanten-Reaktion: deutlich positiver Erst-Eindruck.

Was wir bei einer Steuerberater-Website standardmäßig liefern

  • BFSG-konformes Layout (WCAG 2.2 AA, getestet)
  • StBerG-konformes Impressum mit allen Pflicht-Angaben + Sozietäts-Mehrfach-Angabe
  • Mandanten-Kontaktformular (DSGVO + Berufsgeheimnis konform, Server in Deutschland)
  • Optional: eigene Online-Buchung mit CalDAV-Sync
  • Optional: Belege-Upload-Funktion mit verschlüsselter Übergabe ins DMS
  • Tax-Branchen-spezifische SEO/GEO (lokales Schema, Service-Schema mit Steuerberatungs-Leistungen)

Was nicht im Standard-Sprint ist

  • DATEV-Mandanten-Cockpit-Integration (separates Setup mit DATEV-Spezialisten)
  • Lohnbuchhaltung-Online-Portal (separates Modul)
  • Mandanten-Login mit eIDAS (sehr selten gefragt, im Bedarfsfall separates Projekt)

Häufige Fragen

Wie wird die Berufshaftpflicht-Angabe im Impressum konkret formuliert?
Beispiel: „Berufshaftpflichtversicherung: Versicherungsname, Versicherungsadresse. Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland (und auf Anfrage erweiterbar auf EU-Mitgliedsstaaten)." Wir liefern eine Mustertext-Vorlage mit, die du nur mit Versicherungs-Daten füllst.
Können wir DATEV-Mandanten-Cockpit auf unserer neuen Site einbinden?
Ja, technisch problemlos per Iframe oder Subdomain-Routing. Wichtig: DATEV-Mandanten-Cockpit verarbeitet die Daten bei DATEV, also fällt es nicht unter dein Berufsgeheimnis — Mandant muss aber zustimmen.
Was kostet eine professionelle Steuerberater-Website?
Bei uns: 10.500-18.000 € Festpreis nach Audit, je nach Umfang. Inkludiert: BFSG, StBerG-Impressum, eigenes Mandanten-Kontaktformular, optional eigene Buchung und Belege-Upload.
Müssen wir das Mandanten-Portal selbst hosten?
Wir empfehlen es. In unserem Setup läuft das Mandanten-Portal als eigener Bereich der Site auf deinen Servern (Hetzner Frankfurt) — keine fremde Hand zwischen dir und dem Mandanten.
Was ist mit Bewertungs-Plattformen für Steuerberater (ProvenExpert, kennstdueinen.de)?
ProvenExpert ist für Steuerberater häufig der seriösere Weg. Eigenes Bewertungs-Modul auf der Site (mit Mandanten-Zustimmung-Workflow) ist die langfristige Premium-Option — bauen wir auf Wunsch mit.
Reicht ein DSGVO-konformes Kontaktformular oder brauchen wir auch eine Verschwiegenheits-Klausel im Formular?
Reine DSGVO-Klausel reicht nicht für mandantenbezogene Kommunikation. Wir bauen Formulare mit zusätzlichem Hinweis: „Diese Anfrage unterliegt der Berufsverschwiegenheit nach §57 StBerG. Bitte beachten Sie, dass die Sicherheits-Standards für sensible Daten höher sind — geben Sie keine Mandanten-/Kunden-Informationen ein, sondern beschreiben Sie Ihr Anliegen abstrakt."