Branchen
Steuerberater-Website BFSG: Barrierefreiheit + Mandantenkommunikation
Was drin steht
- Steuerberater-Kanzleien sind seit 28.06.2025 vom BFSG erfasst — mit interaktiven Formular- und Buchungs-Elementen WCAG 2.2 AA konform.
- StBerG + Berufsordnung verlangen besondere Hinweise im Impressum: Berufsbezeichnung, zuständige Steuerberaterkammer, Berufshaftpflicht (mit Anbieter und geografischer Geltung).
- Mandantendaten in Kontaktformularen sind besonders sensibel: Bilanzzahlen, Lohn-Daten, Eigentumsverhältnisse — DSGVO Art. 9-relevante Strukturen, keine US-Cloud.
- Online-Mandanten-Portale (DATEV Online, Mandanten-Cockpit) entlasten die Kanzlei spürbar — Belege-Upload, Termin-Buchung, Status-Abfrage.
- Was wir liefern: Festpreis-Steuerberater-Website mit BFSG, korrektem StBerG-Impressum, DSGVO-konformem Mandanten-Kontakt, optional Mandanten-Portal-Anbindung.
Steuerberatungs-Kanzleien sind in der Compliance-Lage 2026 strukturell ähnlich zu Arztpraxen: BFSG-Pflicht, Berufsrechts-Pflichten und sensible Daten in fast jedem Mandanten-Kontakt. Wer hier mit einer Standard-Baukasten-Site arbeitet, hat in der Regel mehrere Lücken — und Mandanten merken das.
Wir haben in den letzten Monaten mehrere Steuerberater-Kanzleien begleitet. Hier kommt der Branchen-Überblick.
Was 2026 für Steuerberater konkret zählt
1. BFSG-Konformität mit Mandanten-Online-Workflows
Wer auf der Website ein Mandanten-Kontaktformular, eine Termin-Buchung oder einen Belege-Upload anbietet, fällt unter das BFSG. WCAG 2.2 AA ist Pflicht-Standard. Mandanten mit Sehbehinderungen, motorischen Einschränkungen oder Lern-Schwierigkeiten müssen die Site bedienen können.
Häufige Lücken in Steuerberater-Sites:
- Niedriger Kontrast (Premium-Layouts mit hellgrauen Akzentfarben)
- Komplizierte Mandanten-Login-Formulare ohne Tastatur-Optimierung
- PDF-Downloads (Lohn-Abrechnungs-Vorlagen, etc.) ohne Tagged-Struktur
- Slider-Komponenten ohne Pause-Möglichkeit
2. Berufsrechts-Impressum nach §57 StBerG
Steuerberater müssen im Impressum folgende Angaben machen:
- Vollständiger Name und Berufsbezeichnung („Steuerberater")
- Land der Verleihung der Bezeichnung
- Zuständige Steuerberaterkammer mit Postanschrift
- Bezeichnung der gesetzlichen Berufsbezeichnung (DE)
- Berufshaftpflicht-Versicherung: Anbieter + geografische Geltung
- Berufsrechtliche Regelungen: Hinweis auf StBerG, BOStB
- Bei Sozietäten: Angaben für jedes Sozietätsmitglied
Das ist deutlich umfangreicher als ein TMG-Standard-Impressum.
3. Mandantendaten-Schutz
Kontaktformular-Inhalte können mandanten-bezogene Geschäfts-Daten enthalten: Umsatz-Größen, Mitarbeiter-Zahl, Vermögens-Lage. Diese fallen rechtlich nicht zwingend unter Art. 9 DSGVO, aber unter Berufsgeheimnis nach §57 StBerG. US-Drittsystem-Tools für Termine und Newsletter sind faktisch nicht nutzbar — eine US-Cloud-Übermittlung verletzt die Berufsverschwiegenheits-Pflicht.
4. Mandanten-Online-Workflows
Was eine moderne Steuerberater-Website 2026 leisten kann:
- Belege-Upload: Mandanten laden Belege/Rechnungen direkt in die Kanzlei-DMS — verschlüsselt, mit Bestätigungs-Mail.
- Termin-Buchung: Erst-Gespräch oder Jahresabschluss-Termin — eigene Buchung, kein fremdes Termin-Tool.
- Status-Abfrage: Mandant sieht „Steuererklärung 2024: bei uns in Bearbeitung, Status: 65 % fertig, voraussichtlich Mitte Juni".
- Mandanten-Cockpit: DATEV-Anbindung optional, eigenes Portal für KMU-Mandanten.
Anonymisierte Praxis-Geschichte
Eine mittlere Steuerberater-Sozietät (4 Steuerberater, 12 Angestellte) im süddeutschen Raum hatte ein typisches Setup: Baukasten-Site mit Standard-Theme, ein Kontaktformular über ein US-Plugin, DATEV-Mandanten-Cockpit als externes Tool, keine eigene Online-Buchung. Probleme:
- BFSG-Audit ergab 11 Verstöße auf der Site
- Datenschutz-Anwalt hatte das Kontaktformular bemängelt (Mandanten beschrieben in Anfragen ihre wirtschaftliche Lage — Berufsgeheimnis-Risiko bei US-Cloud)
- Impressum war TMG-Standard, ohne Berufshaftpflicht-Angaben — abmahnungsfähig
Nach Sprint mit uns: BFSG-konformes Layout, Festpreis-Steuerberater-Impressum mit allen StBerG-Pflichten, eigenes Mandanten-Kontaktformular auf eigenen Servern (verschlüsselte Übermittlung in die Kanzlei-DMS), eigene Online-Buchung. Setup-Kosten: 14.200 € einmalig. Compliance-Risiken: eliminiert. Mandanten-Reaktion: deutlich positiver Erst-Eindruck.
Was wir bei einer Steuerberater-Website standardmäßig liefern
- BFSG-konformes Layout (WCAG 2.2 AA, getestet)
- StBerG-konformes Impressum mit allen Pflicht-Angaben + Sozietäts-Mehrfach-Angabe
- Mandanten-Kontaktformular (DSGVO + Berufsgeheimnis konform, Server in Deutschland)
- Optional: eigene Online-Buchung mit CalDAV-Sync
- Optional: Belege-Upload-Funktion mit verschlüsselter Übergabe ins DMS
- Tax-Branchen-spezifische SEO/GEO (lokales Schema, Service-Schema mit Steuerberatungs-Leistungen)
Was nicht im Standard-Sprint ist
- DATEV-Mandanten-Cockpit-Integration (separates Setup mit DATEV-Spezialisten)
- Lohnbuchhaltung-Online-Portal (separates Modul)
- Mandanten-Login mit eIDAS (sehr selten gefragt, im Bedarfsfall separates Projekt)
Häufige Fragen
Wie wird die Berufshaftpflicht-Angabe im Impressum konkret formuliert?
Können wir DATEV-Mandanten-Cockpit auf unserer neuen Site einbinden?
Was kostet eine professionelle Steuerberater-Website?
Müssen wir das Mandanten-Portal selbst hosten?
Was ist mit Bewertungs-Plattformen für Steuerberater (ProvenExpert, kennstdueinen.de)?
Reicht ein DSGVO-konformes Kontaktformular oder brauchen wir auch eine Verschwiegenheits-Klausel im Formular?
Das regeln wir — so sieht das bei uns aus.
Unsicher, wo deine Seite steht? Frag Hannes — er schaut sie sich an und sagt dir ehrlich, was zu holen ist.